CHARISMHA
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8. Gesundheits-Apps und Risiken
[8. Health Apps and Their Risks]

Kurzfassung

Neben unmittelbaren Risiken für die Gesundheit bestehen bei Einsatz von Apps mittelbare Risiken, die sich negativ auf den sozialen und/oder wirtschaftlichen Status und die persönliche Freiheit auswirken können. Körperliche Schäden und der Missbrauch von persönlichen (Gesundheits-) Daten stehen im Vordergrund.

Um die durchgeführten Maßnahmen beim Einsatz von Gesundheits-Apps individuell und für die Gesellschaft im Rahmen einer Risiko-Nutzen-Abwägung, bewerten zu können, ist die Kenntnis möglicher Risiken besonders wichtig. Hierzu ist die Datenlage allerdings nicht ausreichend.

Zur Reduktion von Risiken sind vielfältige Maßnahmen denkbar:
  • Die Basis bildet eine umfassende Aufklärung aller Beteiligten über Gefahren im Kontext mit Gesundheits-Apps und deren Prävention.
  • Darüber hinaus sollten Herstellerinnen und Hersteller qualitätsgesichert entwickeln, was eine Risikoanalyse mit einschließt.
  • Ferner ist die Einrichtung eines niedrigschwelligen Vigilanzsystems für Gesundheits-Apps zur schnellen und breiten Kommunikation sinnvoll.
  • Von Betreiberseite sind im professionellen Umfeld organisatorische Maßnahmen zu treffen, die einen risikoarmen Einsatz ermöglichen.
  • Anwenderinnen und Anwender stehen in der Verantwortung, ihr Handeln unter Zuhilfenahme einer Gesundheits-App intensiver zu prüfen und nach ihrem Vermögen zu einer Qualitätsverbesserung beizutragen (Unregelmäßigkeiten, Fehler oder Schäden dem Hersteller/Betreiber oder einer anderen geeigneten Stelle melden)

Summary

When using apps, apart from immediate risks for health, an individual’s social or financial status as well as personal freedom may also be affected. Physical harm as well fraudulent use of (health related) data are of primary interest in this context.

Knowing what the risks are is essential for cost-benefits considerations, both on an individual level as well as for society. Unfortunately, the necessary aspects are not yet adequately covered in literature.

A number of measures can be implemented to reduce potential risks:
  • An important part of reducing any negative impact is to adequately educate all parties about potential dangers and risks (and how to avoid them) that may arise from using health apps.
  • In addition, manufacturers need use quality-assured development methods that also include an analysis of possible risks.
  • Implementing a low-threshold vigilance system for health apps that allows those concerned to rapidly exchange information may be helpful.
  • In professional contexts, organizational measures have to be implemented to reduce possible risks.
  • The users themselves also have to take responsibility: They need to intensively check the apps they want to use. Additionally, they should help with improving the quality of health related apps, e.g. by reporting bugs, irregularities or damages to the manufacturer/operator or appropriate authorities.

Download - Kapitel 8

Hier finden Sie das 8. Kapitel (Gesundheits-Apps und Risiken) zum Download.
charismha_kapitel_08_v.01.3-20160424.pdf
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"Durch Apps bedingte konkrete Schäden finden sich nicht. Analogieschlüsse sind bedingt durch Erfahrungen aus dem Medizinproduktebereich möglich."